Pastabos dėl kelių su „An-“ prasidedančių lietuvių vandenvardžių ir jų nebaltiškos kilmės giminaičių
Anotacija
Die litauischen Gewässernamen des Typs Anatà, Anýkštė etc. werden traditionell auf eine Wurzel idg. „*en/*on“ zurückgeführt (in moderner Notation uridg. *h1en(H)-), der oft eine Bedeutung ‘fließen, Fluss’ zugeschrieben wird. Diese Wurzel bucht nicht einmal Pokornys Indogermanisches etymologischen Wörterbuch (1959). Auch seither ist es nicht gelungen, diese Wurzel im appellativischen Wortschatz irgendeiner indogermanischen Sprache zweifelsfrei nachzuweisen. Zudem liegen bislang keine eindeutigen Belege für Fortsetzer dieser Wurzel im onymischen Wortschatz vor: Alle als Argumente angeführten Namen können entweder, weil sie aus keltischen Sprachen stammen, auf eine Wurzel uridg. *pen-/*pon- ‘Sumpf, (stehendes) Wasser’ zurückgehen, oder auf der Grundlage von uridg. *h2en- ‘(Wasser) schöpfen’ erklärt werden. Das methodische Werkzeug ‘Ockhams Rasiermesser’ gebietet es, nicht mehr als diese beiden Wurzeln anzusetzen, solange nicht eindeutige appellativische Belege für eine Wurzel uridg. *h1en(H)- vorliegen, die es überhaupt erst erlauben würden, der Wurzel eine Bedeutung zuzuschreiben.
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